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Natürliche Geburtsmethode nur knapp vorne
Prominente, die ihr Kind per Kaiserschnitt entbinden lassen, machen in letzter Zeit Schlagzeilen, so auch Victoria Beckham, Claudia Schiffer und Simone Kahn. Aber wie viele werdende Mütter ziehen den Kaiserschnitt als Alternative zur natürlichen Geburt in Erwägung? Die aktuelle Umfrage von babyclub.de, dem erfolgreichen Familienportal mit monatlich 40.000 Besuchern ergab, dass nur eine knappe Mehrheit der Schwangeren die natürliche Geburtsmethode bevorzugt.
Die aktuelle Umfrage des Familienportals babyclub.de ergab, dass 53 Prozent der werdenden Mütter die natürliche Geburtsmethode bevorzugen. 34 Prozent der Schwangeren ziehen einen Kaiserschnitt, auf ärztliches Anraten hin in Betracht und 13 Prozent erwägen, um Schmerzen zu vermeiden, einen Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation.
Die Gründe, warum sich eine werdende Mutter vor Beginn des Geburtsvorganges für die Entbindung per Kaiserschnitt (primärer Kaiserschnitt) entscheidet sind verschieden. Meist gibt eine medizinische Indikation den Ausschlag für diese Entscheidung, etwa wenn die Plazenta vor dem Muttermund liegt und dem Baby so den natürlichen Weg versperrt oder der Kopf des Babys proportional zu groß für das mütterliche Becken ist. Weitere Kriterien, die für einen Kaiserschnitt sprechen, sind auch Lageanomalien des Kindes, Mehrlinge oder Erkrankungen der Mutter. Neben einem Kaiserschnitt, der vorgenommen wird, um ein bestehendes Risiko für Mutter und Kind zu minimieren, entscheidet sich aber eine zunehmende Zahl an werdenden Müttern freiwillig für eine Entbindung per Kaiserschnitt: vor allem aus Angst vor einem langen Geburtsvorgang oder den damit verbundenen Schmerzen.
Bei Geburten per Kaiserschnitt unterscheidet man grundsätzlich zwischen primären (geplanten) und sekundären (ungeplanten) Kaiserschnitten. Derzeit wird etwa jedes vierte geborene Kind in Deutschland per Kaiserschnitt entbunden, „leider mit steigender Tendenz“ sagt die erfahrene Hebamme Sabine Nerlich aus Sörup. „Oft wird vorschnell für einen Kaiserschnitt entschieden, ohne die Vor- und Nachteile sorgsam genug betrachtet zu haben.“ Ein Kaiserschnitt sollte nicht als Ausweg aus eventuellen Ängsten vor dem natürlichen Geburtsvorgang betrachtet werden. Mit frühzeitiger Beratung durch die Hebamme ist eine gezielte Vorbereitung, geistig wie körperlich, auf die Geburt möglich und hilft, sie als Teil des Lebens und nicht als eine Art „Krankheit“ zu begreifen. Den Kaiserschnitt als Mittel zum „Timing“ einzusetzen, die Geburt also dem Terminkalender anzupassen, ist eine Entscheidung, die die werdenden Eltern mit dem Arzt oder der Hebamme gemeinsam treffen sollten.
Sowohl bei einer natürlichen Geburt als auch bei einem Kaiserschnitt bestehen spezifische Risiken. Ein Kaiserschnitt schont das Gewebe des Beckenbodens, ist aber ein operativer Eingriff mit eigenen potenziellen Risiken wie Narbenbildung und Infektionsgefahr. „In den seltensten Fällen ist ein Kaiserschnitt wirklich nötig“, so Nerlich. „Wichtig ist, dass sich die werdende Mutter früh und umfassend informiert.“ Muss ein Kaiserschnitt durchgeführt werden, sollten die Eltern diese Maßnahme auch nicht als Versagen oder unnatürliche Geburt begreifen, sondern als Möglichkeit, auf sicherem Wege für Mutter wie Kind, ein gesundes Baby zur Welt zu bringen.
Quelle: Bild und Text: babyclub.de
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