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Wenn Schüchternheit für Kinder zum Problem wird
Therapiestudie für Schüler unterstützt beim Abbau von sozialen Ängsten
Zum Schuljahreswechsel kann der Leistungsdruck auf Kinder zunehmen. Eine neue Schule steht an oder die neue, höhere Klassenstufe. Einhergehen können damit Versagens- und Prüfungsängste, die Furcht schlechte Leistungen zu erbringen, die Angst, ausgelacht zu werden oder sich zu blamieren. Derartige soziale Ängste können sich, wenn sie andauern, ausweiten und zu einem erniedrigten Selbstwertgefühl des Kindes führen. Das kann weitere Probleme bzw. Entwicklungsrisiken für das Kind nach sich ziehen, die von schlechten Schulleistungen bis hin zum Schulversagen, Depressionen, sozialer Isolation oder Drogenkonsum reichen

Schüchternheit kann in Zusammenhang mit derartigen Entwicklungen stehen; fast jeder von uns kennt sie, den fast 80 Prozent aller Menschen geben an, zumindest zeitweise schüchtern zu sein; 40 Prozent bezeichnen sich als generell schüchtern. Schüchternheit wird dann zu einem Problem, wenn sie einen daran hindert, Dinge zu tun, die man tun möchte und auch tun könnte.
Viele Kinder und Jugendliche, man schätzt bis zu 10 Prozent, leiden unter dieser starken Schüchternheit, die auch als soziale Angst bezeichnet wird. In Schulen fallen diese so angenehmen ‚passiven’ Kinder, die sich in Wirklichkeit vor der Mitarbeit scheuen, oftmals gar nicht auf. Sie fürchten sich davor, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Ihre Stimme ist oft kaum zu hören, wenn sie gefragt werden. Sie haben große Angst davor, Fehler zu machen, aber, da sie keinen Lärm machen, sind sie kein "Problem" für andere.
Wenn es im Kindesalter zu einer dauerhaften Furcht vor sozialen Situationen kommt und in der Folge zur Vermeidung von Kontakten mit anderen, oder Leistungssituationen in der Schule nur unter großer Anstrengung und mit Angst bewältigt werden können, kann sich dies sehr ungünstig auf die weitere emotionale und soziale Entwicklung auswirken. Soziale Ängste können erhebliche Beeinträchtigungen im familiären, schulischen und Freizeitbereich mit sich bringen. Zudem können sie leicht zur Isolierung des Kindes führen.
Wenn Kinder beträchtlich unter ihren Ängsten leiden und sich offensichtliche Nachteile aus ihrem Verhalten ergeben, sollten Fachleute, wie der Kinderarzt, Kinder-/Jugendpsychiater oder ein Psychologe zu Rate gezogen werden. Es hat sich gezeigt, dass frühzeitige Hilfestellungen ungünstige und chronische Entwicklungen vermeiden helfen.
Im Rahmen einer Therapiestudie informiert und berät Sie gerne die Universität Frankfurt (Fachbereich Psychologie) über die Behandlung von sozialen Ängsten bei Kindern und bietet ein Therapieprogramm für sozial ängstliche Kinder im Alter von 9-12 Jahren an.
Dieses wird als Einzeltherapie über ca. 20 Behandlungsstunden durchgeführt und hat einen kognitiv-verhaltenstherapeutischen Schwerpunkt mit Methoden, die sich bereits im Erwachsenenbereich als sehr erfolgreich erwiesen haben, - in kindgerechter Art für sozial ängstliche Kinder nutzbar gemacht.
Quelle und Kontakt: Dr. S. Stieler-Melfsen, M. Kühnemund, J. Schwieger;
Institut für Psychologie, Klinische Psychologie;
Postf. 11 19 32 Fach 121; D- 60325 Frankfurt
Tel.: (069) 798 28251, 798 - 28795; E-Mail: Kuehnemund@psych.uni-frankfurt.de
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